Bericht von der Generalversammlung und der Länderkonferenz des ÖDV in Uttendorf
Datum: 16.02.2026 - Kategorie: Sitzung - Autor: Andreas Zahalka
Am 14. und 15. Februar 2026 fanden in Uttendorf (Salzburg) die Länderkonferenz und die ordentliche Generalversammlung des ÖDV statt. Der Wiener Darts Verband (WDV) wurde dort durch den Präsidenten Andreas Zahalka vertreten. Wir wollen euch in diesem Bericht von den wichtigsten Entscheidungen, die dort getroffen wurden informieren.
Österreichische Staatsmeisterschaften (vulgo Austrian Championships)
Auf Grund von Rückmeldung zahlreicher Spieler·innen nach der Veröffentlichung des aktuellen Regelwerkes, hat der niederösterreichische Landesverband die Diskussion angestoßen, ob man nicht doch wieder zu einem offenen Bewerb, wie es bis 2025 der Fall war, zurückkehren will.
Die Diskussion unter den Landesverbänden zur möglichen Öffnung der Staatsmeisterschaften zeigte eine klare Tendenz in Richtung Vergrößerung des Teilnehmerfeldes. Ob eine vollständige Öffnung erfolgen soll und in welcher Form eine Erweiterung umgesetzt werden wird, bleibt jedoch noch offen.
Es wurde eine verpflichtende Evaluierung der Staatsmeisterschaften 2026 in zwei Sitzungen der Länderkonferenz im Juni und Juli beschlossen. Die endgültige Entscheidung über die zukünftige Struktur der Staatsmeisterschaften 2027 wurde auf die Länderkonferenz im Juli vertagt.
Alkoholverbot Austrian Championships, Austrian Masters, Bundesliga
Auf Antrag des ÖDV wurde nach intensiver und sehr kontroverser Diskussion per Mehrheitsbeschluss festgelegt, dass:
- bei den Austrian Championships und bei den Austrian Masters ab sofort
- bei der Bundesliga ab dem Spieljahr 2027/28
Alkoholverbot für Spielerinnen und Spieler herrscht.
Es werden Alkoholtests, inkl. einer folgenden Disqualifikation vom laufenden Bewerb sowie weitere Konsequenzen durch das ÖDV-Sportgericht eingeführt.
Bundesliga
- ab der Saison 2026/27 gibt es am letzten Spieltag keine Einschränkungen mehr bei Nachnominierungen in den Bundesligakader, sofern es sich nicht um einen KO-Spieltag handelt
- ab der Saison 2026/27 gibt es keine Beschränkungen der Kadergröße des Bundesligakaders mehr
- Auf Antrag des WDV werden ab der Saison 2026/27 für die Bundesliga Preisgeld und Anerkennungsprämien eingeführt. Konkret wurde beschlossen (gilt jeweils für die Damen- und Herren-Bundesliga in gleicher Weise):
1. Platz: € 4.000,--
2. Platz: € 2.000,--
3. Platz: € 1.000,--
Weiters werden folgende besondere Leistungen mit einer Anerkennungsprämie in folgenden Höhen zu bedenken:
• bester Saisonaverage bei den Herren bzw. Damen € 150,--
• die meisten 180er bei den Herren bzw. bei den Damen: € 150,--
• Das beste Leg1bei den Herren bzw. bei den Damen: € 150
• pro 170er High-Finish: € 100,--
• pro High-Finish 167, 164 oder 161: € 50,--
• pro 9-Darter: € 1.000,--
ParaDart-Punktevergabe
Der ParaDart-Bundeskader erarbeitet unter Leitung von Michael Pabst bis zur nächsten Länderkonferenz einen neuen Vorschlag zur Vergabe von Ranglistenpunktenergabe im ParaDart-Bereich.
Ranglistenturniere und Setzung
- Doppelbewerbe auf ÖDV-Ranglistenturnieren werden künftig ohne verpflichtende Setzung gespielt. Der Veranstalter kann jedoch freiwillig weiterhin eine Setzung nach bisherigen Regeln durchführen. Ob in den Doppelbewerben gesetzt wird oder nicht, ist am Plakat anzuführen.
- Das Mindestformat in der Round-Robin bei ÖDV-Ranglistenturnieren ist best of 5 Legs. Sollten 3er- und 4er Gruppen gemischt vorkommen, kann von der Turnierleitung festgelegt werden, dass in den 3er-Gruppen 2 Durchgänge gespielt werden.
- Als Turnierformate bei ÖDV-Ranglistenturnieren sind weiterhin nur die Modi Round-Robin mit anschließendem KO-Format oder reines KO zugelassen.
ÖDV – Vorstand
Die Kooptierungen vom Vorjahr wurden bestätig.
Für die kommende Amtsperiode wurden folgende Personen in den ÖDV-Vorstand gewählt:
· Präsident: Dietmar Schuhmann
· 1. Vize-Präsident: Thomas Cichy
· 2. Vize-Präsident: Oliver Bockmüller
· Generalsekretär: Raphael Rokus
· Finanzreferentin: Michaela Huber
· stv. Finanzreferent: Jürgen Steinwendter
Athletenkommission
Folgende Personen wurden in die Athletenkommission gewählt:
Pamela Gödl (K)
Felix Losan (W)
Leonhard Lukic (T)
Melanie Mähr (V)
Marco Molterer (OÖ)
Christiane Muzik (W)
Daniela Neumayer (W)
Reinhard Schulz (NÖ)
Silvia Walcher (K)
Die oder der Vorsitzende wird noch von der Athletenkommission selbst gewählt.
Sportgericht
Folgende Personen wurden in das Sportgericht des ÖDV gewählt:
Wim Bergen (S)
Hannes Lambrecht (K)
Stefan Nemeth (W)
Monika Neuwald (W)
Marianne Ripper (S)
Lukas Theuerl (T)
Die oder der Vorsitzende wird noch vom Sportgericht selbst gewählt.
Die Maximale Anzahl der Mitglieder des Sportgerichts wird in Zukunft auf 9 erhöht. Die noch nicht vertretenen Landesverbände sind aufgefordert, sich umzuhören und so bald wie möglich Personen für das Sportgericht vorzuschlagen. Die Tätigkeit in einem Vorstand des ÖDV oder des Landesverbandes ist ein Ausschlussgrund für diese Funktion.
Kostenzuschuss des ÖDV an die Landesverbände für die Veranstaltung von Übungsleiter·innenkursen und Fortbildungen für Übungsleite·rinnen
Auf Antrag des WDV werden die von den Landesverbänden organisierten, finanzierten und veranstalteten Kurse für das Spezialmodul „Übungsleiter·in Darts“ und etwaige Weiterbildungsveranstaltungen vom ÖDV bezuschusst werden. Der Zuschuss beträgt für das Spezialmodul € 500,-- pro Kurs und für Weiterbildungsveranstaltung € 200,--. Es werden jedoch maximal zwei Kurse für das Spezialmodul und zwei Weiterbildungsveranstaltungen pro Landesverband bezuschusst.
Dies trägt dazu bei, finanzielle Verluste für den Landesverband bei derartigen Veranstaltungen zu minimieren und qualitativ hochwertige Kurse und Veranstaltungen regelmäßig anzubieten.
Zusammenfassung
Die Sitzungen waren geprägt von intensiven Diskussionen, strukturellen Reformen, sportlichen Anpassungen sowie einer klar angespannten finanziellen Lage. Während im sportlichen Bereich mehrere Liberalisierungen und Modernisierungen beschlossen wurden, stehen im finanziellen Bereich aber auch Einsparungen bevor. Die kommenden Monate werden jedenfalls wieder einmal richtungsweisend für die weitere Entwicklung des ÖDV sein.